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Alt Iran :::

°!°Vorgeschichte Irans

°!° Das Reich von Elam

°!° Einwanderung der Arier

°!° Das Reich von Meder


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   Vorgeschichte ::    TOP
 
Moderne Ausgrabungen in Iran, Afghanistan und Zentralasien haben die Ursprünge der iranischen Kultur bis in die Altsteinzeit, das Paläolithikum, zurückverfolgt. An diesem Platz kann nur in Stichworten auf die wichtigsten Grundlinien der Entwicklung eingegangen werden. Überregionale Bedeutung erhielt das westiranische Hochland nach dem Ende der Eiszeiten, in der Jungsteinzeit, dem Neolithikum, als sich im "Fruchtbaren Halbmond", den syrisch-anatolischen Ebenen und dem westiranischen Zagros-Gebirge, der Ackerbau und die Viehzucht entwickelte. In diesem Gebiet wurden aus Wildpflanzen die Kulturformen Weizen und Gerste gezüchtet und die Herdentiere Ziege, Schaf und Rind gezähmt. Es entstanden die ersten dörflichen Siedlungen und die halbnomadischen ViehzÜchter-Stämme. Um 5000 v.Chr. spezialisierten sich einige Dörfer und Kleinstädte in der Keramikherstellung und schufen die ersten bewundemswerten Kunstwerke mit mehrfarbiger Bemalung und eleganten Gefäßformen. In den Brennöfen gelang auch die Herstellung von Metallen, daher nennt man diese Epoche die Kupfersteinzeit, Chalkolithikum. In einigen Siedlungen konnten die ersten tempelartigen Gebäude mit Wandmalereien und Terrakotta-Skulpturen freigelegt werden. Die Metallherstellung in größerem Ausmaß gelang erst um 3500 v.Chr. in der Bronzezeit, als man Kupfer und Bronze zu Blech hämmerte und daraus Gefäße formte. Die rötlichen Metallkannen waren zwar teuer, konnten aber wegen ihrer Unzerbrechlichkeit und Feuerfestigkeit vielseitiger benutzt werden als die Keramik. Man ahmte nun für ärmere Leute die teueren Metallgefäße in billiger Keramik nach und schuf statt der schönen bemalten Keramik eine einfarbig rötliche Ware.

   Das Reich von Elam::    TOP
 
In dieser Epoche wurden auch Goldschmuck und Silbergefäße für Fürsten und Tempel geschaffen. Von entscheidender Bedeutung war aber die Erfindung der Schrift durch die Sumerer in Mesopotamien und die Elamer in Süd-Iran. Die ältesten Tontafeln mit proto-elamischer Strichschrift wurden in Susa und Tschoga Misch/ Chusestan, Tepe Sialk bei Kaschan und Tepe Jahja bei Kerman ausgegraben, sie stammen aus der Zeit um 3000 v.Chr. In Susa wurde damals eine mächtige Tempelstadt errichtet. Die Elamer waren ein Volk mit nicht-indogermanischer Sprache, das vielleicht mit den Südindem verwandt war . Sie verehrten eine Schlangengottheit und kannten rituale Bäder. Um 2000 v.Chr. erhielt das elamische Reich im östlichen Hochland mächtige Nachbarn, die sich von Turkmenien bis an den Indus ausdehnten. Dort wurde die Großstadt Mohenjo Daro erbaut, aber die große Tempelpyramide von Turang Tepe bei Gurgan und der Palast von Tepe Hissar bei Damghan sind ebenbürtige Anlagen. In den Ruinen fand man schöne Goldschmiedearbeiten und Bronzegeräte. Die städtische Entwicklung auf dem iranischen Hochland und in Mittelasien nahm um 1700 v .Chr. ein abruptes Ende. Aus den folgenden Jahrhunderten kennen wir nur kleine Dörfer und Friedhöfe von Nomadenstämmen. Wahrscheinlich sind um diese Zeit die Indo-Iraner eingewandert. Bald schufen die Neuankömmlinge ihre ersten Kunstwerke, schöne bemalte Keramik und - besonders in Luristan -Bronzegeräte. Das elamische Reich nahm einen neuen Auf schwung, aus dieser Epoche stammt (um 1250) die Ziggurat (Tempelpyramide) von Tschoga Sanbil bei Ahvaz. Im Kampf mit dem assyrischen Reich (860- 612 v.Chr.) behaupteten sich auf dem iranischen Hochland drei Staaten: im Nordwesten das Reich Urartu, dessen Könige uns große Keilinschriften hinterlassen haben, im Süden Elam, dessen Tempel jetzt mit glasierten Ziegeln verziert wurden, und im Norden das Mederreich, der erste Staat eines iranischen Volkes, von dem wir genauere Kenntnis haben.

   Einwanderung der Arier::    TOP
 
Es kann heute praktisch als gesichert gelten, dass die Perser zum Stammesverband der iraner und diese wiederum zur übergeordneten Gruppe der Arier gehörte. Irgendwann zwischen 2000 und 1800 v. Chr. begannen die indogermanische °Arier° von nördlich des Kaspischen Meeres und das Aralsees in den raum zwischen Euphart und Ganges auszuwandern.Einige zogen zum indischen Subkontinent, andere wandten sich westwärts zum Iran und drangen bis ins nördliche Mesopotamien und nach Syrien vor. Um 1400 v. Chr. gelangte eine dritte Gruppe von Ariern, zu denen unter anderem auch die Perser gehörten, von Nordosten her in den Iran und breitete sich schließlich von dort aus allmählich weiter westwärts aus. Das Hochland von Iran, auf dem sie sich ansiedelten und das später Kyros wegen des harten Lebens pries, das es seinen Bewohnern auferlegte, wird von einer Gebirgskette beherrscht, die sich bis zu einer Höhe von 3600 Metern erhebt. Die Berge umrahmen eine wüstenartige Beckenlandschaft mit mehreren Salzseen - eine der trockensten und unwirtlichsten Gegenden der Erde. Nur in den Gebirgstalern oder auf den an das Hochland angrenzenden Ebenen vermochten sich Menschen in größerer Zahl zu behaupten. Im Sommer extrem heiß, im Winter gelegentlich unerträglich kalt, war das Land auch zur Viehhaltung kaum geeignet. Auf ihrem Weg nach Westen zogen die iranischen Stämme zunächst über das Hochland, vorbei am ElbursGebirge, seiner nördlichen Grenze. Dann wandten sie sich nach Südwesten und kamen am Zagros-Gebirge vorbei, das seit jeher das Hochland von den dichtbesiedelten, fruchtbaren Ebenen Mesopotamiens trennt.Die Neuankömmlinge machten sich gegenseitig die besten Gebiete streitig, siedelten sich an, blieben eine Weile und siedelten sich dann anderswo erneut an. Zu den wichtigsten Stämmen dieser Einwanderungswelle gehörten außer den Persern auch die Meder, die sich auf dem Hochland von Iran an der Seite der Perser niederließen und in deren Existenz eine entscheidende Rolle spielten.

   Das Reich von Meder::    TOP
 
Erst seit zwanzig Jahren sind in der Nähe von Hamadan, der medischen Metropole Ekbatana, Siedlungen der Meder freigelegt worden. Im Palast von Godin Tepe fällt eine große quadratische Säulenhalle auf, die als Vorbild für den Apadana-Palast von Persepolis gelten darf. Die Anlage von Nusch-e Djan gab zunächst große Rätsel auf, weil der hier entdeckte Feuertempel älter ist als die traditionellen Lebensdaten des Zarathustra, die man um 550 v.Chr. ansetzte. Wir dürfen heute annehmen, daß die Meder seit etwa 700 v .Chr. der Lehre des Zarathustra folgten, der weit früher als 550 v. Chr. gelebthat. Die Meder schufen das ersteiranische Großreich. Im Jahr 612 eroberten sie Assyrien und einigten sich mit den BabyIoniern über die Teilung Syriens. Dann drangen sie in Urartu ein, dessen Künstler und Handwerker die Meder und später die Achämeniden in ihren Werkstätten beschäftigten. In Ostanatolien kam das Land Kappadokien zum Mederreich, dann traten dem König Kyaxares am Halys-Fluß (heute Kizil Irmak) die Lyder entgegen. Die Schlacht wurde für die Lyder nur gerettet, weil der griechische Astronom Thales ihnen eine Sonnenfinsternis vorausgesagt hatte. Die bis dahin überlegenen Meder erschraken vor dem Naturereignis und erklärten sich zu einem Friedensvertrag bereit. Im Osten wurden die Parther (heute Chorasan) unterworfen und später auch die Perser. Wir dürfen annehmen, daß die Meder das System der SatrapieVerwaltung einführten, denn das Wort Satrapie ist medisch, und die eben genannten Länder wurden von den Achämeniden als Satrapien beibehalten. Auf den Reliefs von Persepolis können wir Meder, Urartäer (= Armenier), Kappadoker und Parther an der gleichartigen Kleidung als AngehÖrige dieses Großreichs erkennen. In der ältesten Satrapieliste wird noch Sagartien, der östliche Teil Assyriens mit iranischer Bevölkerung, dazugerechnet. Die Perser waren nur kurze Zeit Untertanen Mediens, sie haben die Tracht von ihnen nicht übernommen. Die Satrapien wurden nicht von Königen, sondern Beamten des Großkönigs verwaltet. Dieser achtete streng darauf, die Satrapen wie Beamte nach wenigen J ahren auszutauschen, damit sie sich nicht in ihrem Gebiet fest etablierten und gegen die Interessen des Großreichs arbeiteten. Einige kleinere Staaten wie Kilikien, die nicht durch Eroberung sondern auf Vertragsbasis an das Reich gelangten, hatten den Status von Vasallen, sie durften ihren König behalten. Wahrscheinlich war Persien ein solcher Vasallenstaat, denn die Achämeniden herrschten unter der medischen Oberherrschaft fort.

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