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Nach Islam :::

°!°Eindrang der Araber
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       Eindrang der Araber ::    TOP
     
    Noch während Chosro II und Heraklios 622 um die Weltherrschaft streiten, siedelt Mohammad, der Prophet des Islams, von Mekka nach Medina ( Hedchra 622 n. Chr. Beginn islamischer Zeitrechnung). Nachdem er sich nun nach seiner Berufung zum Propheten 610 n. Chr. vergeblich bemüht hatte, die heidnischen Araber zum islamischen Glauben zu bekehren, bekennt sich beinahe ein ganze Stadt zum Islam. Bestand sein Werk bis dahin in unermüdlicher Predigt, so beweist er sich nun in Medina als außergewöhnlicher Staatsmann, dessen Überlieferungen die Grundlagen islamischer Staatsphilosophi bilden; bis zu seinem Tod 632 n. Chr. vereinigt er die meisten Stämme Arabiens. Durch den Islam erreicht das arabische Volk seinen Höhepunkt in der Weltgeschichte. Sein Nachfolger, Abubakr, der erste Kalif (Stellvertreter), vollendet die Einheit Arabiens, und unter dem zweiten Kalifen Omar beginnen die Glaubenszüge Islams. Angetrieben von dem neuen Glauben, und bestärkt durch die Sehnsucht nach dem Paradies oder reicher Beute, eröffnen sie die Kriege gegen den beiden Weltmächte Byzanz und Iran. Nach anfänglichen Rückschlägen schreiten sie nach ihren erstaunlichen Erfolgen 636 bei Yamurk und Quadisya von Sieg zu Sieg. Im Osten zerstören sie das Sassanidenreich und erscheinen bald in Indien und Zentralasien. Im Westen erreichen die arabischen Armeen Syrien, Ägypten und bald den Atlantik. Nach dem glänzenden Sieg Tariqs` über die Westgoten unter ihrem König Theoderich, in Spanien marschieren sie vom Westen her nach Mitteleuropa, bis sie bei Turs von den Karolingern zurück geschlagen werden. Trotz diesem außergewöhnlichen Erfolg tritt im Inneren des Reiches bereits nach dem Mord an dem dritten Kalifen Osman eine Spaltung ein, die den islamischen Glauben bis heute teilen sollte. Während ein Teil der Moslems in dem Schwiegersohn und Neffen des Propheten . Ali ibn Abitaleb (Emir-al momenin), die rechtmäßige Nachfolge sehen (die Schiiten), beansprucht der Statthalter von Damaskus Muawia (Begründer des Omajaden Kalifats) das Amt des Kalifen. Diese Kämpfe finden 680 bei Karbela ihren traurigen Höhepunkt, als Hussain Ibn Ali (Enkel des Propheten) und seine Familie den Märthyrertod finden. Die Omajaden führen in Damaskus, im Widerspruch zu den Traditionen des Propheten, einen prunkvollen Hof byzantinischen Vorbilds ein. In der Folgezeit vollzieht sich die Islamisierung weiter Teile Irans; der tausendjährige Glauben Zarathustras muß dem neuen Glauben mit seinen revolutionären Ansichten von Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen, weichen, während sich der Kleinadel auf dem Land der Islamisierung lange Zeit widerstrebt, nehmen immer mehr Stadtbürger, der starren sassanidische Gesellschaftsordnung müde, bald den neuen Glauben an. Es ist nur der Beigeschmack der Niederlage, die den Erfolg des Islams im Iran hemmt; doch das sollte sich bald ändern.

       Abbassiden Kalifat::    TOP
     
    Kaum hundert Jahre nach der Niederlage von Nahawand formiert sich ein neuer Widerstand gegen die Omajaden in Damaskus im Osten Irans. Das iranische Heer unter Abu Moslem-e Chorasani besiegt die Araber 749 bei Zab und verhilft Abu-Abbas, einem Nachkommen des Propheten väterlicherseits, zum Amt des Kalifen. Es ist der Beginn des ruhmreichen Abbasidenkalifats. Von nun an übernehmen die Perser die Führung in der islamischen Welt. Der Kalif al Mansur verlegt die Hauptstadt des Reiches in die neu gegründete Stadt Bagdad nahe der alten Perser Hauptstadt Ktesiphon. Die Abbasiden übernehmen immer mehr sassanidischen Charakter. Die sassanidische Verwaltung und Hofzeremonie wird eingeführt und auch die Stellung des iranischen Adels wird dem angeglichen. Die iranischen Gelehrtenfamilie der Barmakiden, fördern als Großwesiere des Kalifen Wissenschaft und Kultur. Sie legen den Grundstein für den liberalen Forschungs- und Diskussionsgeist, der den Islam zu ihrer kulturellen Blüte bringt. Unter ihnen werden die Schriften der persischen Universitäten ins Arabische übersetzt; über diesen Weg erreichen später die antiken Wissenschaften die Europäer. Diese geistige Blüte sollte auch nach dem berühmten Kalifen Harun al Rashid und dem politischen Machtverlust Bagdads die Stadt zieren. Bereits 813 verlangt der iranische Feldherr Tahir, der nach Eroberung von Bagdad den Kalifen Al Mamun an die Macht bringt, als Belohnung seine Selbständigkeit im Osten Irans. Zu diesem Zeitpunkt hat das wiedererwachte Nationalgefühl der Iraner bereits zu großen Aufständen gegen das Kalifat in Bagdad geführt. Die Unabhängigkeitsbemühungen, die alle die Wiederherstellung der einstigen Größe Irans zum Ziel haben, kann man in zwei Kategorien einteilen. Für die erste Partei gilt es das Sassanidenreich wiederzubeleben und den Islam gänzlich aus dem Iran zu vertreiben; für die anderen gilt es, als neue Mosleme den Islam in der iranischen Kultur einzubinden. Die bereits fortgeschrittene Islamisierung Irans als das Werk großer Prediger, führt zum Erfolg der zweiten Gruppe. Die vollständige Eingliederung des Islams in das iranische Staatsverständnis, sollte erst unter den Saffawiden gelingen. In der Zwischenzeit ähnelt die Politik im Iran die des mittelalterlichen Europas. Es ist ein ständiger Kampf zwischen der Krone und dem Kalifat. Die wohl bedeutesten und in der iranischen Literatur berühmtesten anti-islamischen Bewegungen Irans sind von Baabak und Maazyaar. Baabak beginnt 816 einen erfolgreichen Aufstand gegen die Araber und die islamisierten Iranern. Dieser Aufstand, der durch soziale Mißstände begünstigt wird, weitet sich im Norden und Westen Irans aus. Die Armeen des Kalifen werden einer nach der anderen vernichtet, und der Aufstand wird so zu einer ernsthaften Gefahr für den Islam. In äußerster Bedrängnis beruft der Kalif den iranischen Feldherrn von Mawarannahr Afshin zum Oberbefehlshaber der islamischen Streitkräfte. Dieser erobert das Land allmählich zurück, und ergreift Babak, der von dem Kalifen 838 hingerichtet wird. Fast zeitgleich kommt es in Mazandaran zu einem weiteren Aufstand gegen das Kalifat. Der Fürst von Mazandaran,Maazyaar, erklärt den Krieg gegen die Moslems. Aber nach mehreren Siegen wird auch er von Afshin besiegt. Die Provinz Mazandaran kann allerdings von den Moslems nicht erobert werden. Afshin wird für seine "Dienste" 841 von dem Kalifen hingerichtet.
    Im Osten Irans, der sich immer weniger von der abbasidischen Metropole, Bagdad, aus regieren ließ, wuchs die nationale Selbstbesinnung; sie führte im 9. und 10. Jahrhundert zur Herausbildung von iranischen Lokal- und Teilherrschaften (Tahiriden, Saffariden, Buyiden und Samaniden) . Den Buyiden gelang es zeitweilig, die weltliche Macht in Bagdad an sich zu reißen und den Kalifen auf die Funktion eines geistlichen Oberhauptes zu beschränken (935 n. Chr.). Unter dem nach Nordosten ausgreifenden Samanidenreich (873-999) wurde Samarkand zum Mittelpunkt der islamischen Welt und zu einer Pflegestätte der persischen und arabischen Literatur und Wissenschaft: Hier wirkten auf iranischer Seite der Arzt und Philosoph Ebn Sina. (Avicenna) und der Mathematiker el-Chwarazmi (Khaarazmi ), der die Nullrechnung und die indischen (bei uns arabisch genannten) Ziffern einführte. Der Aufstieg der iranischen Teilherrschaften unter dem schwächer werdenden abbasidischen Kalifat fand 1055 durch den Einfall der türkstämmigen Seldschuken ein Ende.
  • Saffariden (861 – 900)
  • Als Sohn eines Schmiedes gelingt es dem Saffariden Yaqub-e Lais 867 - 79 n. Chr., das iranische Heldenland Sistan unter seiner Kontrolle zu bringen. Von hier aus beginnt er mit der Bekämpfung des Kalifats. Er erobert weite Teile des Irans und übernimmt den Sassaniden Titel Shah an Shah. Doch trotz seiner hervorragenden Leistungen sind seinen Erfolgen Grenzen gesetzt. Denn als frommer Moslem muß er, wenn auch nur formell, die geistige Herrschaft des Abbasiden Kalifen anerkennen. Während seiner Regenschaft bemüht er sich um die politische Emanzipation Irans. Weiterhin setzt er sich für die Verbreitung des Islams im Iran und vor allem in Afghanistan ein. Sein Reich zerfällt nach ihm und seinem Bruder in Kämpfen mit der aufstrebenden Dynastie der Samaniden. Es ist der Auftakt zu einem Zeitalter wechselnder Machtzentren und rivalisierender Fürstentümer im Iran. Es ist die größte Epoche des Geistes und der Kultur in der islamischen Welt.
  • Die Samaniden (864 – 1005)

  • Das endgültige kulturelle und nationale Erwachen Irans vollzieht sich weit entfernt von Bagdad, in Mawarannahr. Seit 819 Gouverneure von Chorasan dehnen die Samaniden unter Nasr I (864-92) ihren Machtbereich nach Samarkand und Buchara aus. In diesen heute ozbekischen Städte wurde einst die iranische Kultur wiederbelebt. Ihre Hauptstadt Buchara wird das Zentrum iranischer Kunst, Wissenschaft und Literatur und zum Gegenpol zu Bagdad. In Mawarannahr treffen persische, chinesische und indische Kulturen in einer liberalen Umgebung aufeinander. Hier führt Charasmi die indischen Zahlen in der islamischen Mathematik ein, und Avizena (der berühmteste Arzt des Mittelalters) verbringt seine Jugend. Die Samanidenlegislatur bleibt für die gesamte islamische Welt ein unerreichbares Vorbild.
  • Die Buyden

  • Das persische Haus der Buyden stammt aus der kaspischen Küstenregion von Mazandaran. Von hier aus erobern sie Mittel- und Westiran und sie besiegen 945 das Heer des Kalifen. In Bagdad errichten sie als Schutzmacht des Kalifen eine Herrschaft persischer Prägung. Als Schiiten sind sie zwar nicht an dem Kalifen gebunden, lassen ihn aber an der Macht und sichern sich damit die Legitimation zur Herrschaft über die übrige islamische Welt.

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    977 gelingt es dem türkischen Samanidengeneral Sebuktin in der noch kaum islamisierten Stadt Gazna (heut. Nordafghanistan) einen Millitärstaat zu gründen. Seine Nachfolger machen diese Stadt zur Basis sowohl für die Eroberung Südafghanistans als auch für heilige Kriege gegen Indien. Mit dem Untergang der Samaniden 1005 werden die Gaznawiden unter dem berühmten Sultan Mahmoud (998-1030 n. Chr.) unabhängig. Der Sultan bemüht sich um die Fortsetzung der samanidischen Tradition mit der Förderung der persischen Kultur; auch das Nationalepos der Perser, "Schahnahmeh" (das Königsbuch) von Firdausi, wurde an seinem Hof geschrieben. Einen großen Namen macht sich dieser König vor allem durch seine glänzenden Siege in Indien. 1002 besiegt er eine türkisch- chinesische Invasionsarmee im Ostiran. Nach diesem großen Sieg setzt er seine Eroberungszüge nach Süden Richtung Indien fort. Seine jährlichen Überfälle in Indien, die er im Namen Allahs führt, machen ihn zu einer der wohl reichsten Könige der Weltgeschichte. Trotz all seiner Bemühungen und enormen Ausgaben, auch kulturell seinen einstigen Herren, den Samaniden, gleich zu ziehen, verweigern viele Wissenschaftler und Gelehrte dem Sultan den Dienst. Den Persern, die die toleranten Samaniden gewöhnt sind, ist der fanatische Sultan wohl zu unberechenbar. So widersteht Avizena all den Verlockungen des Sultans, verweigert ihm den Dienst und flieht zu den Buyden in Esfahan. Auch die Administration dieses vorwiegend militärisch ausgerichteten Reiches bleibt weit von einer hochkultivierten und wohlorganisierten Verwaltung der Samaniden zurück. ..................Die Selchuken (1038 – 1186) Schon früh unter den Samaniden sind die Selchuken als einer der ersten türkischen Stämme zum Islam übergetreten. Im Dienst der Samaniden kämpften sie gegen die nicht moslemischen Türken und Chinesen. Unter dem Einfluß der Samaniden erfahren sie auch die ersten Impulse der iranischen Zivilisation. Mit dem Fall der Samaniden geraten auch die Selchuken immer mehr in Bedrängnis. Sultan Mahmoud zerstreut sie in weite Teile Irans; erst unter der Herrschaft seines Sohnes Masoud können sie sich erfolgreich gegen die Gaznawiden auflehnen. Ihre Fürsten, Torgil - Beg und Shagri - Beg, erobern 1037 den Chorasan und machen das Land zum Zentrum ihrer Macht. Gestützt auf ihre schlagfertigen Kavallerie besiegen sie bei Dandanghn das weit überlegene Heer Sultan Masouds. Nach diesem Sieg beginnen sie mit der Eroberung West Irans und des Mawarannahrs. Sie erobern Charasm, Balch und Buchara im Osten; Rey, Shiraz und Esfahan im Westen. 1055 marschiert Türgil-Beg in Bagdad ein und befreit den Kalifen von der Buyiden Vormundschaft. Torgül erkennt den Kalifen formal als seinen Herrn an und rettet damit die Abbasiden. Sein Erbe tritt sein Neffe Alb-Arsalan 1036 - 1072 an. Mit Hilfe seines persischen Großwesirs Nizam-Al-Mulk legt er die Fundamente des neuen Reiches. Nizam-Al-Mulk, wohl der berühmteste Kanzler der islamischen Geschichte, ist der Schöpfer eines neuen Rechts - und Verwaltungssystems, das für die gesamte islamische Welt vorbildhaft sein sollte. Seiner langen Regierungszeit verdankt das Land seine größte wirtschaftliche Blüte. Sein Buch Siassat Nameh (= das Buch der Politik), war bis in das 19. Jahrhundert der Verfassungskodex des osmanischen Reiches. Auch militärisch zeichnet sich das Selchukenreich durch große Erfolge aus. In der Schlacht von Mantzikert 1071 vernichtet Alb-Arsalan mit nur 15.000 Soldaten das über 200.000 Mann große römische Heer unter der Führung des byzatinischen Kaisers Rohmanos Diogenes. Der Kaiser wird gefangen genommen, und Byzanz muß den Frieden mit einer Million Dinar erkaufen. Alb-Arsalan fällt 1072 bei der Eroberung von Mawarannahr, und sein Sohn Malek Shah (1072 - 1092) wird sein Nachfolger. Während der gesamten Herrschaftszeit bleibt Nizam-al-mulk Großwesir und wird mit der Verwaltung des Reiches beauftragt. Er gründet überall in den Städten zahlreiche Universitäten und Bibliotheken. Insgesamt ist das Selchukenreich mit seiner Hauptstadt Esfahan von einer solchen militärischen Schlagkraft, von geistigem und wirtschaftlichem Potential wie bei keinen anderen späteren islamischen Staaten. Unter Malik Shah erstreckt sich das Reich vom Mittelmeer bis nach Zentralasien. Nur an einer Herausforderung sollten Malik Shah und Nizam-al-Mulk scheitern, und zwar an den Ismailiten. Durch ihre Hand sterben 1192 Malek Shah und Nizam-al-Mulk. Unter den Nachfolgern Malek Shah gilt sein Sohn Sanger als letzter der großen Selchuken. Er verlegt die Hauptstadt von Esfahan nach Merw. Seine Herrschaft zeichnet sich vor allem am Anfang durch inneren Frieden und enormen Wohlstand aus. Unter ihm dienen, wie bei allen anderen Selchuken Sultanen, die Nachkommen des berühmten Großwesirs Nizam-al-mulk. Seine beeindruckenden Siege im Ostens Irans in Gazna und gegen die von Zentralasien aus in Ostiran einfallenden heidnischen Türken, begründen seinen großen Ruf in der islamischen Welt. Seine tolerante Haltung und die Förderung der Wissenschaften machen seine Hauptstadt zu einem kulturellen Hochburg Irans..

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    Das Ende der Blüte des Geistes und der Kultur der islamischen Welt hat einen Namen. Chingiz Chan. Nie zuvor stand die zivilisierte Welt vor einer solchen Herausforderung. 1206 vereinigt der Mongolenhäuptling Temutschin unter dem Titel Chingiz Chan die zentralasiatischen Nomadenstämme. Für zweijahrzehnte überziehen seine Heere ganz Asien, vom Pazifik her bis zum Mittelmeer und Osteuropa, mit Feuer und Blut. 1215 erobern diese primitiven Kriegsvölker Nordchina und richten ihren Zug gegen den Westen. Dort treffen sie bald auf das aufstrebende Reich Charasm Shahs`. Als dieser aus Dummheit den Mongolen den gewünschten Anlaß gibt, durchziehen ihre Scharen nun auch die islamische Welt. Noch bevor Charasm - Shah seine Armee voll ausheben kann, fallen die Mongolen mit einem Heer von über 200.000 Soldaten vom Osten her in Mawarannahr ein. Nach einigen Gefechten durchbrechen sie die iranische Front. Die erste große Stadt auf ihrem Weg ist Buchara, eine glänzende Handelsstadt mit zahlreichen berühmten Universitäten und Bibliotheken. Die Bewohner der Stadt ergeben sich dem fremden Fürsten. Er aber läßt die Stadt plündern, bis zu den Grundmauern niederbrennen und die Reste der massakrieren Völker verschleppen. Nach Buchara erscheint er vor Samarkand. Selbst nach der Kapitulation der Garnison kämpft die Bevölkerung weiter. Nach heldenhafter Verteidigung erliegt auch Samarkand dem Schicksal Bucharas. So verschwindet in Ostiran eine Stadt nach der anderen von der Landkarte. Den flüchtigen Shah verfolgen die Mongolen bis in das iranische Kernland. Von der Wucht der mongolischen Armee völlig verängstigt, schlägt der Shah die Bitten der iranischen Fürsten zum weiteren Widerstand ab, und überläßt das Land seinem Schicksal. Er stirbt auf der Flucht auf einer Insel im Kaspischen Meer. Unterdessen setzen die Mongolen ihren grausamen Zug im Iran fort. Mit Hilfe der verschleppten chinesischen Ingenieure öffnen sie jede Festung nach dem anderen. 1221 fällt auch die Hauptstadt in Charasm. Die gesamte Bevölkerung von einer Million wird massakriert. Charasm folgen Merw, Neishahpour und Herat als die reichsten Städte Irans. Bei allen Eroberungen gehen die Mongolen auf die gleiche Weise vor. Nach der Eroberung der Stadt befördern sie die Bevölkerung nach außen und massakrieren sie. Die zeitgenössischen islamischen Historiker hören von nun an auf, die Zahlen der Opfer niederzuschreiben.

       Safawiden::    TOP
     
    1603 beginnen die iranischen Truppen an mehreren Fronten gleichzeitig den Krieg. Hier entpuppt sich Shah Abbas als ein genialer Feldherr. Er schlägt die Osmanen bei Hamedan, und in einem glänzenden Sieg bei Kars befreit er den Westen Irans bis zum Kaukasus. Nachdem 1616 sogar der türkische Großwesir besiegt wird, bittet Istanbul um Frieden. Doch vier Jahre später entfacht der Krieg vom neuem. Diesmal geht es um die iranische Provinz Georgien. Im dritten Krieg gewinnt er Bagdad und weite Teile des heutigen Iraks. Diese auf beiden Seiten erbittert geführte Kriege verschlingten enorme Kräfte der beiden islamischen Staaten, was am meisten den Europäern erfreut. Nach diesen erfolgreichen Feldzügen wendet sich Shah Abbas dem Aufbau des Landes zu. Er fördert die Industrie und die Landwirtschaft, erneuert und sichert die Handelsstraßen, schließt Handelsverträge mit den europäischen Staaten. Die Verlegung der Residenz in die alte Selchuken Hauptstadt Esfahan verwandelt diese in eine der schönsten Städte der Welt. Unter ihm steigt Iran wieder zu einer Großmacht auf, und die iranische Kultur erlangt zu seiner künstlerischen Vollendung. Doch sein Tod 1629 kennzeichnet den allmählichen Niedergang des Reiches. Nur noch Shah Abbas II (1642-1666)sollte es gelingen, die Größe und den Glanz des Hauses wieder herzustellen. Doch auch die darauffolgende lange Friedenszeit und enorme kulturelle Leistungen können den geistigen Verfall Irans nicht verheimlichen. Statt der geistigen Vielfalt der Samaniden und Selchuken herrscht in den Universitäten nur eine Lehrmeinung. Besondere Leistungen werden nur noch in der Kunst, der Architektur und in der Theologie vollbracht. So kommt es unter den Saffawiden zur Ausreifung der schiitischen Theologie. Auch die Idee zur Errichtung eines Gottesstaates (wie der seit der Revolution 1979 im Iran) stammt aus dieser Zeit, genauso wie die zahlreichen schiitischen Sitten und Traditionen. Doch andere Wissenschaften verkümmern, und werden vom Aberglauben überzogen. So ist es nicht verwunderlich, daß die großten Leistungen persischer Literatur in dieser Epoche am indischen Hof vollbracht werden. die Kirche von Esfshan Die Mogul Kaiser, unter denen die persische Sprache zur offiziellen Sprache Indiens wird, locken mit Gold und hohen Ämtern persische Offiziere, Beamte und vor allem Gelehrte an ihren Hof, und steigen so zum Patron persischer Kultur auf. Iran fällt immer mehr in Nostalgie und Verschlafenheit. So ist es nicht verwunderlich, als der letzte der Saffawiden, der Pazifist Shah Sultan Hussain, als Esfahan von einer Handvoll Rebellen unter dem afghanischen Rebellen Mahmoud belagert wird, lieber zum Koran statt zum Schwert greift, und seinen Thron und die Saffawiden dem Verderben preisgibt. pers. Schamschir aur 17Jh. (ein Geschenk des Shahs an dem russ. Zarren) Der Fall der Saffawiden 1722 zieht ein Heer von unterdrückten sunnitischen Afghanen und unzufriedenen persischen Zarathustraanhängern nach Esfahan. Unweit von der Stadt treffen sie auf die Regierungstruppen. Es ist, als ob sich die Geschichte vom Fall der Sassaniden hier nach 1000 Jahren wiederholen würde. Der afghanische Vasall Mahmoud, der sich als Verfechter des sunnitischen Islams sieht, trifft mit einem nur spärlich ausgerüsteten Heer auf den saffawidischen Sepahsalar Rustam, der über ein bestens gerüstetes und wohl geschmücktes Heer verfügt. Die Niederlage endet mit der Kapitulation Esfahans, und der Abdankung des Gebetkönigs. Mahmoud ruft sich zum Shah von Persien aus, aber die übrigen Provinzen lehnen seine Herrschaft ab, und schlagen die Afghanen zurück. In dieser Lage ist Iran eine leichte Beute für seine Nachbarn, die Osmanen und die Russen teilen sich den Norden und Westen Irans. Selbst der Mogul Kaiser, der in vielfacher Schuld der Saffawiden steht, ignoriert den Hilferuf, was später unter anderem der Vorwand zum iranisch-indischen Krieg liefern sollte.

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    In dem Bemühen, das Gewonnene zu bewahren, erschöpften sich die späteren Safawiden. Ein entschlossener Beutezug rebellischer Afghanen reichte, um das Reich zu Fall zu bringen (1722). Aber schon wenige Jahre später wurden die Afghanen von einem turkmenischen Nomaden aus dem Stamme der Afschar, Nadir Gholi Chan, der den Titel Nadir Schah annahm, vertrieben (1736). Er nahm nicht nur ganz Iran in Besitz, sondern dehnte dessen Grenzen bis zum Euphrat und Indus aus. Sein glänzendster Erfolg war der Eroberungszug nach Indien (1739), von dem er eine gewaltige Beute mitbrachte; darunter befanden sich der sagenhafte Diamant Kuh-i nur ( = Berg des Lichts) und der Pfauenthron; der letztere ging verloren. Obwohl Nader Schah erfolgreiche Feldzüge gegen die Türken führte, gelang es ihm nicht, ihnen Mesopotamien dauerhaft zu entreißen: das Zweistromland blieb von da ab unter türkischer Kontrolle mit der Folge, daß die schiitischen Iraner von ihren Hauptheiligtümern in Karbala' und Nadschaf abgeschnitten wurden. Unter der Last der Kriegszüge verarmte das Land, und Nadir Schahs wachsende Grausamkeit gab Anlaß zu seiner Ermordung (1747). In den folgenden Wirren löste sich der Ostteil Irans und etablierte sich als unabhängiges Königreich Afghanistan. Nader Gholi Afshar Gharakhlou, Sohn eines Schneiders von der Provinz Khorasan im Nordöstlich des Irans, wurde auf 1688 in Dargaz geborn. Sein Vater starb, als Nader sehr jung war. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Ebrahim und seine Mutter von den Usbekbanditen gekidnapped. Nader verbrachte vier Jahre im Gefängnis Uzbeks, aber er fliehte mit seinem Bruder, als ihre Mutter auf Gefangenschaft starb. Nader fing seine Karriere die Armee des Baba Ali Beyg Koose Ahmadlou Afshar an. In seiner Armee fing Nader an, seine militärischen Fähigkeiten zu zeigen und wurde bald als General gefördert und heiratete Babaalis Tochter Goharshad. Er übernahm die Macht nachdem Babaali weg trat. Shah Tahmasp II Safavi, hörte nach von Naders wachsende Macht und entschied aus dieser neuen Energie Nutzen zu ziehen . Er sendete Hossein-Ali Beyg Bastamy, um Nader einzuladen, um seine Armee zu verstärken. Nader sah die Gelegenheit und verbundete sich mit Tahmasp II . Sehr bald war Nader der zweitmächtigste man im Höfe Tahmasp II, und er entschied bald, daß er die mächtigere Person los werden muß, Fath-Ali Khan Qajar Qovanlou. Fath-Ali Khan, der älter und erfahrener als Nader war, Filz die Gefahr und begann seinen Kampf, um Falle Naders zu entgehen, aber er verlor den Kampf gegen ihn und wurde getötet. Als Nader nun mächtig wurde, sprach Tahmasp ihn mit dem Titel "Tahmaspgholi Khan" zu und bedeutete "der Diener von Tahmasp". Ein Titel, mit dem Nader bis seine Wahl als König bekannt war. Diesmal war das Land unter Chaos. Die Afghanen, steuerten das östliche und zentrale Teile des Landes, Tahmasp II waren gerade, das Land, ohne irgendwelche tatsächlichen Teritorium. Ottomans, nutzen dieser Situation aus, drangen in die westlichen Teile des Landes ein und nahmen Hamedan in ihren Besitz. Nader, und auch Patrioten, entschieden, die Feinde aus dem Land heraus zu werfen. Nachdem Nader die Afghanen aus dem Land geworfen Hatte, schaute zum Westen (1733). In einigen Schlachten mit Ottomans, besiegte Nader Ottomans. Dann setzte er seine Angriffe auf Mesopotamia fort. Er eroberte Soleymania, Samera und Karkouk, aber wurde hinter den Mauern von Baghdad verhindert, als Toupal Osman Pasha mehr Kräfte zur Unterstützung Ahmad Pasha schickte. Nader gab nicht auf und kam mit grösseren Kräften zurück und dies mal setzte Ottomans unter solchen Druck, daß sie damit einverstanden WAREN, die Städte auf westlich von Fluß Aras den Iran, zusätzlich Karbala und Basra auf SüdMesopotamia zu geben. Diesmal bekammen die Russen, von diesem neuen starken Mann Angst und gaben Städte von Yervan und von Tephlis zurück, die sie während der Zeit von Chaos weggenommen hatten.

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    Aus den Kämpfen der Heerführer Nadirs um die Nachfolge ging der Karim Chan Zand ( 1750-79) als Sieger hervor. In bescheidener Zurückhaltung nahm er nicht den Titel "Schah" an, sondern nannte sich nur Wakil ( = Stellvertreter) . Seine Residenz Schlraz, von der aus er fast 30 Jahre lang West-und Südiran weiseregierte, baute er in einer an die safawidische Architektur in Isfahan erinnernden Weise aus. Sein Tod hatte erneut eine Periode der Wirren zur Folge, aus der schließlich der in Iran ansässige türkische Stamm der Qadscharen als Sieger und Dynastiegründer hervorging (1796).

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    Die Qadscharen errichteten ihre Residenz in dem bis dahin unbedeutenden Ort Teheran, in dem sie ihren Stammsitz hatten. Der erste Qadscharenherrscher, Agha Muhammad Chan ( 1796-97) , regierte mit eiserner Hand, bewahrte aber das in Lokalherrschaften zerfallene Land vor der Desintegration. Unter Fath ' Ali Schah (1797-1834) setzte nach voraufgegangenen gelegentlichen Kontakten die direkte Konfrontation und Auseinandersetzung mit Europa - mit seiner militärischen und wirtschaftlichen Macht, seiner Technik und seinen Ideen - ein. Russland hatte ab 1800 den Kampf mit den kaukasischen Bergvölkern aufgenommen, hatte 1801 Georgien unterworfen und war damit in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen. In den folgenden Kriegen mit Russlan verlor Iran in den Friedensverträgen von Gulistan (1813) und Turkomantschai (1828) Georgien, Transkaukasien und einen Teil von Armenien; Iran mußte die sog. Kapitulationen anerkennen und sich verpflichten, keine Flotte mehr auf dem Kaspischen Meer zu unterhalten. Parallel dazu hatteEngland begonnen, den Persischen Golf in das Vorfeld Indiens einzubeziehen und seine Sicherungspolitik bis nach Iran auszudehnen. Iran geriet damit in das Spannungsfeld der englisch-russischen Rivalität, die die weltpolitische Konstellation dieses Raumes bis ins 20. Jahrhundert hinein bestimmte. Beispielhaft für die politische und schließlich militärische Einflussnahme war die Belagerung Rerats, als die Russen die Iraner bei ihren Versuchen zur Wiedergewinnung des westlichen Afghanistans, die Engländer die Afghanen bei der Verteidigung Herats unterstützten. Die Engländer eröffneten schließlich einen Feldzug in Südiran und zwangen die Iraner im Frieden von Paris (1857), ihre Truppen zurückzuziehen und die Unabhängigkeit Afghanistans anzuerkennen. Die Kriege mit Russland zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatten nicht nur die eindeutige Unterlegenheit der iranischen Armee demonstriert, sondern Einsichtigen den gesamten Entwicklungsrückstand Irans gegenüber Europa auf den Gebieten der Technik, Verwaltung, Erziehung usw. deutlich gemacht. Einer der ersten, die für eine grundlegende Reform des iranischen Staatswesens plädierten, war Mirza Taqi Chan Amir Kabir, den der junge Schah Nasir ad-Din (1848-1896) nach Regierungsantritt zu seinem Chefberater machte. Amir Kabir bemühte sich um den Aufbau einer regulären Armee, eines besseren Erziehungssystems zur Heranbildung von Fachkräften (Gründung des Dar al-Funun im Jahre 1851) und eines zuverlässigen Postdienstes; erstellte den ersten von der kaiserlichen Schatulle getrennten nationalen Haushalt auf, bekämpfte die Korruption und beschränkte den Einfluss der Geistlichkeit und der vom Steuerzahlen befreiten führenden Oberschicht. Konservativen Kreisen am Hofe, die von der Korrumpiertheit des alten 154 Staatswesens profitiert hatten, gelang es, Naser od- Din Schahs Verdacht zu erregen, dass die Reformmaßnahmen letztlich auf eine Aushöhlung seiner Autorität hinausliefen. Nasir ad-Din ließ Amir Kabir daraufhin 1852 ermorden; sein Reformwerk zerfiel. Nasir ad-Din und sein schwächlicher Nachfolger Muzaffar od Din (1896-1906) haben sich allen weiteren ernsthaften Reformversuchen widersetzt; sie haben die Freuden des Harems und kostspieliger Europareisen über ihre Staatsverantwortung gestellt und zur Auffüllung der Kassen dem russischen und englischen wirtschaftlichen und politischen Einfluss Tür und Tor geöffnet. Aber Iran ließ sich nicht hermetisch abschließen: Die Kontakte mit Europa nahmen zu, und politische, soziale und kulturelle Ideen fanden auf vielfältigen Kanälen ihren Weg nach Iran. Ereignisse wie die Verfassungsbewegung in der Türkei (1876-78), das Auftreten des Erweckers modernen politischen Bewusstseins im Islam, Dschamal od-Din al-Afghani, in Iran (1889-90), Japans Sieg über Russland (1905) - gewertet als erster Triumph einer asiatischen Macht über eine europäische - und schließlich die darauffolgende sozialrevolutionäre Entwicklung in Russland wirkten wie ein Ferment für das wachsende Verlangen nach Änderung der bestehenden Verhältnisse in Iran, insbesondere durch eine Beschränkung der Willkür des Schahs durch eine Verfassung. Die iranische Verfassungsbewegung konnte zwar dem todkranken Muzaffar od-Dln Schah ein Verfassungsgrundgesetz abtrotzen (1906), nicht aber die Voraussetzungen für ein dauerhaftes Funktionieren der Verfassung schaffen. Dazu fehlte es nicht nur an der Geschlossenheit der verfassungstragenden Kräfte, sondern mehr noch an der nationalen Unabhängigkeit: Russland intervenierte zweimal zugunsten der reaktionären Kräfte: 1908/09 durch den - vergeblichen Versuch, mit Hilfe Muhammad ' Ali Schahs die Verfassung rückgängig zu machen (Muhammad ' Ali musste abdanken), und 1911 durch die Bombardierung und gewaltsame Auflösung des Parlaments. England konnte die demokratischen Kräfte nicht mehr stützen, seit es sich aus weltpolitischen Erwägungen und mit dem Ziel der Einkreisung Deutschlands mit Russland arrangiert hatte: In der anglo-russischen Konvention von 1907 hatten England und Rußland sich aufdie Schaffung einer Pufferzone geeinigt, die von Iran über Afghanistan nach Tibet reichte und die für Iran die Teilung in eine nördliche russische und eine südöstliche englische Interessenzone mit einer neutralen Zone in der Mitte vorsah. In dem bald danach ausbrechenden Ersten Weltkrieg konnte Iran angesichts dieser massiven Einflussnahme Englands und Russlands seine Neutralität nicht aufrechterhalten. Die Türkei und Deutschland bemühten sich - großenteils im Einklang mit den nationalen Kräften Irans -, eine Aufstandsbewegung gegen England und Russland von der Türkei bis Indien zu entfesseln. Aber England und Russland behielten die Oberhand, und in dem wenig bekannten Constantinople Agreement vom Februar 1915 teilten sie auch die neutrale Mittelzone zwischen sich auf. Nach dem Zusammenbruch des zaristischen Russlands gedachte England auch den russischen Anteil für sich zu übernehmen: Im August 1919 erhandelte es sich von einer willfährigen iranischen Regierung den Abschluss eines englischiranischen Abkommens, das ganz Iran praktisch zu einem englischen Protektorat gemacht hätte, wenn nicht das nach langer Vakanz wieder zusammengetretene Parlament seine Zustimmung verweigert hätte. England hat unter dem Eindruck des sich manifestierenden nationalen widerstandest seine Iranpolitik revidiert und darauf vertraut, dass ein unter nationalen Auspizien erstarkendes Iran ein besseres Bollwerk gegen eventuelle sowjetische Expansionsgelüste in Richtung auf Indien abgeben werde als ein Iran unter einem erzwungenen Protektorat. Unter diesen Prämissen unterstützte England die Machtergreifung Reza Khans, eines Obersten der unter englischer Aufsicht stehenden persischen Kosakendivision. Iranische Kritiker des späteren Schahs Reza Pahlawi, die seine Innen- und Sozialpolitik verurteilen und ihm vorwerfen, dass er bei den Verhandlungen mit der Anglo-Persian Oil Company 1932/33 zu weit zurückgesteckt habe, sehen in dieser Ausgangslage eine Bestätigung für den Vorwurf, dass sich Reza Schah immer im geheimen Einverständnis mit England befunden habe. Eine nüchterne Analyse seiner Politik lässt diesen Schluss jedoch nicht zu.

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