about     °!° service     °!° news     °!° werbung     °!° contact     °!° shopping
zeit
   P e r s i a n o °!°  Persiano wünscht Ihnen während des Aufenthalts viel Freude °!°

persiano.de
 
HTML I R A N
Geschichte Geschichte
HTML Natur
HTML Kunst
HTML Kultur
HTML Literatur
HTML Städte
HTML Bevölkerung
HTML Sprache
HTML Religion
HTML Sitten
HTML Musik
HTML Sport
HTML Food & Fruit
HTML Chat
HTML Humor
HTML News
HTML Reise
HTML pers. Namen
HTML Shopping
HTML [:Adresse:]

   L i n g u a::   
 
Die nationale Sprache Irans ist persisch(Farsi), also eine indo-germanische Sprache, mehr als 65% sprechen persisch (Faarssi), ca 25% türkisch(torki;(Aseri, Qaschghai...)), Kurdisch(kordi), Lorisch(lori), Balutschisch(Balutschi) und andere Minderheiten, es gibt ca 70 Dialekten. Das heute in Iran überwiegend gesprochene Persisch geht zurück auf einen Dialekt des iranischen Zweiges der indogermanischen Sprachenfamilie, aus dem sich das Altiranische, das Mitteliranische und die heutigen neuiranischen Sprachen entwickelt haben. Das Altiranische ist nur in Keilschriftfragmenten aus der Zeit der Achämeniden-Könige(6.-4. Jahrhundert v. Chr.) und als Sprache des Awesta, des heiligen Buches der Parsen, erhalten. In nachchristlicher Zeit hat sich unter den Sassaniden das Mitteliranische durchgesetzt. Als Parsi - und damit namentlich verbunden mit der historischen Kernprovinz Irans, pars ( = Fars) - war es die Amtssprache der Sassaniden; eine andere Variante war das in NW-Iran gesprochene Parthisch (Pahlawi); zwei weitere mitteliranische Dialekte waren Sogdisch und Sakisch (beide NO-Iran). Das heutige Persisch (Farsi) hat sich aus dem Parsi entwickelt und dabei Elemente verschiedener anderer iranischer Dialekte, vor allem des Parthischen, aufgenommen. Infolge der arabisch-islamischen Eroberung nach 642 n. Chr. sind viele arabische Wörter ins Persische aufgenommen worden. Vor allem wurde die für das Persische wenig geeignete arabische Schrift- vermehrt um vier Buchstaben zur Darstellung speziell persischer Konsonanten - übernommen. Die arabisch-persische Schrift - von rechts nach links geschrieben - ist im wesentlichen eine Konsonantenschrift, die es dem lernenden Europäer erschwert, noch nicht bekannte Wörter richtig auszusprechen; bei dem hohen Anteil arabischer Wörter und einer gewissen Regelhaltigkeit arabischer Wortbildungen und Aussprachen erweisen sich Grundkenntnisse des Arabischen als vorteilhaft. Der Kunstsinn der Iraner hat sich auch in einer nacharabischen Schriftform niedergeschlagen, die mit ihrem schrägen, hängenden Duktus - daher der Name "Nasta'liq" -von Handschriften und Miniaturen her bekannt ist und das ästhetische Empfinden besonders anspricht. Sie ist vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts von Tabrizer Hofmalern in Verbindung mit der Miniaturmalerei entwickelt worden. Die Fähigkeit, sie zu schreiben, geht leider zunehmend verloren; in der Schule wird sie nicht mehr gelehrt. Eine weniger ansprechende Sonderform ist die heute im privaten handschriftlichen Schriftverkehr verwendete Schekaste ( = Zerbrochene), die, stark verschliffen, fast zu einer Schnellschrift geworden ist und von einem Nicht-Iraner nur schwer gelesen werden kann. Noch um die Jahrhundertwende waren Schrift- und Umgangssprache weit voneinander entfernt. Schrift- und Amtssprache waren begrifflich überladen und zeichneten sich durch überproportionale Verwendung arabischer Wörter aus. Es ist ein besonderer Aspekt der sich zum Ende des vergangenen Jahrhunderts vorbereitenden, wesentlich von Poeten und Literaten mitgetragenen Verfassungsbewegung, dass sich das Streben nach freiheitlichen politischen Organisationsformen mit dem Verlangen nach einer ."volkstümlichen, kommunikativen Sprache verband und vor allem in der Presse, aber auch in der neu entstehenden literarischen Prosa, zur Herausbildung eines vereinfachten und allgemeinverständlichen Schriftpersisch führte. Dabei sind die persischen Sprachbestandteile in den Vordergrund getreten. Während die häufige Verwendung arabischer Begriffe in der Qadscharen-Zeit eine elitäre Note hatte und vielfach vom Bildungsdünkel bestimmt wurde Arabisch war außerdem die Sprache des Koran, und sie wurde von den Mullahs esoterisch gehandhabt -, kam unter Reza Schah eine gegenläufige Tendenz zum Durchbruch, die mit der Forderung nach einem "reinen Persisch" (Faarsi-yi sara) das erwachende nationaliranische Bewusstsein reflektierte: Lehnwörter im Persischen, vor allem arabische, sollten möglichst ersetzt werden und neue Begriffe, die im Zusammenhang mit der Ausrichtung auf den europäischen Entwicklungsstand besonders im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich nötig wurden, sollten nur durch persische Wortableitungen und durch Neubelebung von ungebräuchlich gewordenen Wörtern aus dem Mittelpersischen gebildet werden.

...Mehr sehen Sie bitte °!°"Bevölkerung"°!°

  ©persiano.de  alle Rechte Vorbehalten